" Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. “

Mehr als 24 Milliarden Tonnen Boden gehen weltweit jedes Jahr durch Erosion verloren –

das sind jährlich mehr als 3 Tonnen Boden je Erdbewohner !

 

Etwa 970 Millionen Tonnen fruchtbarer Boden gehen in der Europäischen Union jedes Jahr durch Wassererosion verloren – genug Erde, um die gesamte Stadt Berlin einen Meter anzuheben.

 

Die Kosten der Bodendegradation belaufen sich weltweit auf 6,3 bis 10,6 Billionen US-Dollar jährlich - etwa 10 bis 17% der Weltwirtschaftsleistung. Denn die Bodenzerstörung verursacht Verluste an Ökosystemleistungen durch Landressourcen, z.B. für die Lebensmittelproduktion, Nährstoffkreisläufe und Wasserfiltration oder für das Klima aufgrund der Bedeutung von Böden als Kohlenstoffsenke.

 

Etwas weniger als 10% des Ackerlandes der Erde liegen in China, doch die Volksrepublik verwendet etwa ein Drittel des Kunstdüngers weltweit. Chinas Getreideproduktion hat sich zwischen 1980 und 2008 um das 1,5-fache vergrößert. Während sich die Ackerlandfläche dabei stetig verringert hat, verdreifachte sich der Düngemitteleinsatz.

 

Während der letzten 60 Jahre hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 wurde täglich eine Fläche von 69 Hektar neu ausgewiesen - meist zulasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden. Das entspricht etwa der Größe von 100 Fußballfeldern. Das Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, bis 2020 die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf 30 Hektar pro Tag zu verringern, rückt in weite Ferne.

 

Etwa 98% des Kalorienverbrauchs in Afrika stammt von lokalen Böden. Diese speichern ca. 200 Gigatonnen organischen Kohlenstoff – 2,5-mal so viel, wie die Pflanzen des Kontinents enthalten.

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Globale / nationale Bodendegradation

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Schaut euch bitte diese Bodenzustandskarte Deutschlands an !

Download
Substanz der Böden Deutschlands
3_karte_gehalte_orgsub_2013-07-02.pdf
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Ausgetrockneter Aralsee - Wikimedia
Ausgetrockneter Aralsee - Wikimedia

Wir sind dabei, die Biosphäre innerhalb einer einzigen menschlichen Lebensdauer
abzuschaffen.

Es sterben jetzt stündlich zehn lebendige Arten aus.

Wir sind auch dabei, das Klima der Erde umzukippen.

Wegen diesen Symptomen,

- die Erosion der Böden,

die Verseuchung der Gewässer

 

und all den anderen ökologischen Probleme, muss eine Gegenbewegung entstehen.

Lässt sich diese Welt auf eine Weise wiederbeleben, damit sie nicht untergeht ?

Das ist die entscheidende Frage !

- Peter Kafka 1999 -

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" So laßt uns denn Baümchen pflanzen : Es ist soweit ! "

       - Hoimar v. Ditfurth 1986 -

MANIFEST : Regeneration ist möglich !

Der Stopp der Klimakrise und die Regeneration der planetarischen Ökosysteme binnen weniger Jahrzehnte ist möglich – einfacher und schneller, als die meisten annehmen.

Das ist die Botschaft.

Das Grundrezept :

Ersatz der Agroindustrie durch regenerative Agrikultur, Ersatz der Fossilenergie durch regenerative Energien.

Die Lösung liegt uns buchstäblich zu Füßen. Die Natur hilft uns mit dem Wunder der Photosynthese, den Kohlenstoff aus dem atmosphärischen Kohlendioxid dorthin zu bringen,

wo er herstammt und nun dramatisch fehlt : in den Boden.

Humusaufbau entzieht der Atmosphäre Treibhausgase, macht den Boden fruchtbar, sichert die Ernährung, erneuert das Grund- und Trinkwasser, sorgt für gesunde Pflanzen, Tiere, Menschen, regeneriert ganze Landschaften, drängt Versteppung und Verwüstung zurück, schafft Millionen sinnvoller Arbeitsstellen. Eine Win-Win-Win-Lösung.

Viele Beispielprojekte im In- und Ausland zeigen, wie es geht.

Wir brauchen dafür keine High-Tech, kein gefährliches Geo-Engineering, keinen globalen CO2-Handel, keine Gentechnik, keine chemischen oder bioökonomischen Mixturen aus den Labors der Agrokonzerne. Eine rein biologische Ernährung der Weltbevölkerung ist möglich, und sie ist nötig, denn sie hilft bei der Heilung der Ökosysteme.

Mehr noch :

In einer Welt voller Gewaltkonflikte um Ressourcen und Millionen von Umweltflüchtlingen ist regenerative Agrikultur ein Schlüssel zum Frieden.

Den Schlüssel zu kennen reicht allerdings nicht. Das Tor zur Regeneration der Erde wird von Agrokonzernen, Großgrundbesitzern und Wirtschaftslobbyisten blockiert.

Wichtiger als CO2-Handel wäre eine Landreform zugunsten von (klein)bäuerlichen Höfen,

die agrarökologisch produzieren, und eine Streichung aller direkten und indirekten Subventionen für umweltzerstörende Produktion von Lebensmittel und ihren Export.

Wir brauchen wahre Preise, die den ökosozialen Schaden oder Nutzen eines Produkts ausweisen.

Die global verflochtene Agroindustrie mit Konzernen wie Monsanto & Co gefährdet das Überleben der Menschheit genauso wie die Energiekonzerne. Sie muss zurückgedrängt werden zugunsten von gemeinnützigen Stiftungen und Organisationen, die in die vernachlässigte agrarökologische Forschung investieren und die Kleinbauern und vor allem Kleinbäuerinnen weltweit unterstützen.

Mit Wissen über regenerative Methoden, das alte Traditionen mit neuen Erkenntnissen verbindet, kann auf weit kleineren Flächen als bisher mehr und intensiver geerntet werden.

Permakultur, Biointensivkulturen, pfluglose Bodenbearbeitung, Terra Preta, Holistisches Weidemanagement, Agroforstsysteme und weitere Praktiken weisen den Weg.

Eine Region, die so wirtschaftet, kann Flächen an die Wildnis zurückgeben und gefährdeten Arten ein Refugium bieten. Denn das Artensterben gefährdet das Überleben der Menschheit inzwischen mehr als die Klimakrise.

Alle Lösungen sind vorhanden :

Wir brauchen nur eine entschlossene Zivilgesellschaft, die sie durchsetzt, und Politiker,

die nicht länger die Agroindustrie strukturell bevorzugen.

Eine solche Agrarwende würde in Deutschland laut Umfragen von einer großen Bevölkerungsmehrheit unterstützt.

Wir brauchen einen nationalen und internationalen Zusammenschluss von Kleinbauern -, Umwelt-, Klima- und Ernährungsbewegungen.

Regeneration ist möglich – lokal, regional, national und global.

Worauf warten wir noch ?

Das Manifest ist aus dem Buch " die Humusrevolution " .

Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen.


 

Mit einem Bäumchen fängt es an, reichen wird es aber nicht ! 

 

Weiter zu :

 Die Kritische Zone der Erde wiederbeleben