Kritische Zone der Erde

Definition :

Die kritische Zone bezeichnet den dynamischen Bereich des Zusammenwirkens von Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und oberster Lithosphäre und reicht von den Baumwipfeln bis zur Basis der Grundwasserleiter.

Die aktuellen Veränderungen von Klima und Umweltbedingungen zeigen uns anhand der komplexen Zusammenhänge auf, dass es einen breiteren Ansatz und umfassendere Betrachtungsweisen der natürlichen Systeme erfordert .


" Kritische Zone " hört sich im normalen Sprachgebrauch zuerst mal negativ an. " Kritisch " darf hierbei aber nicht als Negation verstanden werden,

sondern im Sinne : Offen für Veränderungen durch Einflüsse.

Je länger man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto mehr staunt man.

Das Zusammenspiel der einzelnen Systeme z.B. Wasserkreisläufe, Windströmungen, Verschiebung der Kontinente, die Rotation der Erde und die Energiekreisläufe geben einen kurzen Einblick, dass nicht nur unsere Erde allein, sondern auch der Mond an diesen Bewegungen beteiligt ist.

Aber das ist nicht alles, wir dürfen die Sonne mit Ihrer gewaltigen Energieabgabe nicht vergessen. Und sie bewegt sich mit unserem Sonnensystem, umkreist unsere Galaxie und diese wiederum bewegt sich im Universum.

 

Und eingebettet in diesen Kräften liegt unser aller Lebensraum,

 

" Die Kritische Zone der Erde " .

 

Nur in diesem schmalen Band findet das gesamte uns bekannte Leben statt.

 

Das bedeutet, auch Du lebst in der Kritischen Zone.

Wie wunderbar und beunruhigend wird uns damit unsere Abhängigkeit von Ihr und unsere Verantwortung für unsere Handlungen in Ihr bewußt.

 

Aber die Kritische Zone ist wandelbar und Sie verändert sich spürbar für jeden von uns.

Und gerade Ihre Wandelbarkeit, die Fähigkeit, auf Veränderungen in Ihrem Selbst zu reagieren, könnte für uns Menschen, durch unseren verursachten Einfluß in Ihr, zum Problem werden. Siehe unseren CO2 Ausstoß

Wir bedrohen uns durch unsere Handlungen somit selbst !

Also ist Selbsterkenntnis notwendig.


Notwendige Selbsterkenntnis ! Wie ? 

Durch Fakten und Blickwinkelveränderung.

Wir erleben nur einen Ausschnitt der Wirklichkeiten in unserem unmittelbaren Lebensfeld.

 

Es wurde oben bereits sehr grob der Makrokosmos beschrieben.

Dieser ist für uns " begreifbar " im Sinne von Anfassen. Deshalb erleben wir die Wirklichkeit  substanziell und gegenständlich.

Nun gibt es aber auch noch den Mikrokosmos.Und hier kommt " Begreifbar " schnell an die Grenze. Wenn wir alle uns bekannten Gegenstände in immer kleinere Teile zerlegen, dann sagt uns unsere Lebenserfahrung :

Es müsste alles immer kleiner werden. Aber dem ist nicht so.

 

Die Quantenphysik zeigt, dass es unsinnig ist, diese Teilchen " kleiner " zu nennen, sie sind gleichzeitig auch " größer ".  Ebenfalls verschwinden die Eigenschaften der Materie immer mehr in " Unschärfe " .

 

Und das Beste zum Schluß : Auf diese Unschärfe können wir Einfluss nehmen und durch verschiedene Versuchseinrichtungen bestimmen, ob aus dieser Unschärfe ein Teilchen oder eine Energiewelle wird.

 

Somit ist die Einteilung in Subjekt und Objekt aufgehoben.

 

Da ist sie, die neue Selbsterkenntnis :

 

" Alles ist aus Gleichem gemacht und ist mit Allem verbunden

und interagiert miteinander. "


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Hier fällt mir immer das Johannes Evangelium ein.

Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.

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Mit der " Neuen Selbsterkenntnis " zurück zur Wirklichkeit unseres Alltages.

Auf den ersten Blick scheint unsere Wirklichkeit als etwas festes, beständiges.

Mit neuer Selbsterkenntnis ist diese Wirklichkeit aber ein Werdendes.

" Unsere bestehende Wirklichkeit ist somit ein

lebendiger dynamischer Prozess ".


Ein dynamisches System der Erde ist zB. der Jetstream


Dazu nun ein Blick auf die Wechselwirkungen von Systemen.

Wir reden oft vom Gleichgewicht. Unser Wunsch nach Stabilität lässt uns an ein stabiles Gleichgewicht glauben.  Gleich vorweg : Es existiert nicht, es gibt aber Gleichgewichtszustände. Gleichgewichtszustände sind meist dynamische Prozesse.

 

Das heißt: ein dynamischer Prozess , zB. der Golfstrom, behält die gleiche Bewegungsrichtung, aber er bewegt sich nie exakt gleich. Er schwankt  in / um einem Gleichgewichtszustand.

Diese Schwankungen sind von den darin beteiligten weiteren Einflüssen wie zB. dem Salzgehalt des Wassers und vielen weiteren Faktoren abhängig. Dieses dynamische System bleibt " stabil ", solange alle anderen beteiligten Faktoren ebenfalls  " stabil " bleiben.

 

Aber auf dieses eine dynamische System wirken auch andere dynamische Systeme. Um beim Beispiel Golfstrom zu bleiben. Dieser wird z.B. durch den Jetstream beeinflußt. Und auch in diesem Strömungssystem beeinflussen die in Ihm enthaltenen Faktoren wie Erdrotation usw. die Strömungsabläufe. Die Sonneneinstrahlung der Erde hat wiederum Einfluss auf beide Systeme.

Ein System kommt aus seinem " Gleichgewichtszustand ", wenn beteiligte Faktoren verändert werden.

 

Zurück zum Golfstrom : Aktuell wird er durch das schmelzende Eis der Arktis beeinflußt, dieses hat Einfluß auf den Salzgehalt, der Salzgehalt hat Einfluß auf die Wasserschichten usw.

Das Systen reagiert mit verstärkten Schwankungen um den Gleichgewichtszustand. Der Golfstrom verlangsamt seine Geschwindigkeit.

In dieser Phase der Veränderung befinden sich zur Zeit mehrere dynamische Prozesse unserer Erde.

 

Wir bedrohen uns durch unsere Handlungen somit selbst !

 

Unsere Luft : Diese ist ein Gas. Um es zu beschreiben, geben wir die Anteile von Stoffen an, die in ihm enthalten sind. Diese werden in „ Anteile pro Million “ angegeben. Hier ist besonders der schnell wachsende Anteil von Co2 besorgniserregend, der durch unseren Einsatz von fossilen Brennstoffen entsteht. Wir nennen es Erderwärmung und sind mit diesem Erzählframing in der neutralen Distanz, obwohl wir alle aktiv fossile Stoffe verbrennen. Fakten dazu :

Von einer Million Teilchen in der luft sind aktuell 414 Teilchen Co2.

Das hört sich nicht viel an, aber der Einfluss dieser Teile verändert unsere Atmosphäre so stark, dass aufgenommene Wärme der Sonne nicht mehr an den Weltraum abgegeben werden kann, dieses macht sich im dynamischen System der Kritischen Zone unserer Erde bereits stark bemerkbar. 

Bleiben wir beim Anstieg von Co2. Unsere Luft trifft auf die Wasseroberfläche unserer Ozeane.

Diese beiden Systeme tauschen sich aus, sie reagieren mit / aufeinander. Und damit auf das in Ihnen enthaltene Leben.

Als Folge haben wir die Versauerung und die Erwärmung der Weltmeere.

Aktuell das Korallensterben und damit das Sterben von Lebensbiotopen der Artenvielfalt. Leider sind diese Auswirkungen auf unser Erdsystem fast nicht in den Diskurs des Klimawandels auffindbar.
Die aktuellen Veränderungen der ph Werte der Weltmeere passieren viel schneller als zu jedem anderen Zeitpunkt der letzten 65 Millionen Jahre. Diese Veränderungen in der chemischen Zusammensetzung der Ozeane sind für viele tausende von Jahren unumkehrbar und die biologischen Konsequenzen könnten noch viel länger anhalten.

 

Und der Grund, dass der Co2 Anstieg so rapide ausfällt, sind wir Menschen und somit auch Du.

Das bedeutet : Wir / Du beeinflusst die Kritische Zone, sodass Ihre Veränderung auf alles Leben Einfluss hat.

 

Als Schutz dient Dir / uns dabei neutrale Distanz.

Aber du bist kein neutraler Beobachter, der Klimawandel ist nicht unser Gegner, Du erlebst keine Versauerung der Meere, Du erlebst keine Veränderung der Natur.

 

Du bist aktiv beteiligt : Du bist der Klimawandel, Du bist die Versauerung der Meere, Du bist das Korallensterben, Du bist die Golfstromverlangsamung, Du bist die Natur und somit bist Du auch die Kritische Zone.

Denn es gibt für Dich keine neutrale Ecke, weil es keine Grenzen sondern nur Übergänge gibt !

 

WILLKOMMEN

AlS TEIL DES LEBENDIGEN DYNAMISCHEN SYSTEMS

DER KRITISCHEN ZONE DER ERDE !


Würde gerne hier aufhören, um im sicheren  Wohlfühlbereich zu bleiben.

Aber zum Erkennen gehört leider die Wahrheit, dass auch der uns bekannte und für uns notwendige Lebensraum der Kritischen Zone nicht stabil ist, sondern sich im Laufe der Geschichte der Erde bereits fünfmal so stark verändert hat, dass die alten Lebensformen ausgestorben und sich anderes Leben in der veränderten und neu entstandenen Kritischen Zone gebildet hat.


Um ein sechstes, von uns gemachtes Aussterben zu verhindern und damit unsere Lebensformen zu erhalten, bedarf es einer radikalen Neuausrichtung Deines / Unseres Denkens und Handelns mit dem Ziel :

Die Kritische Zone der Erde zu erhalten

Hoffnungsgebend ist hierbei die Tatsache, dass auch die Menschheit ein dynamisches System ist, und auch Du ein Teil des Systems Menschheit bist und somit kannst Du, falls Du Dich veränderst, auf das System einwirken, und so dem System Menschheit einen neuen Impuls geben.

 

Falls Du dich nicht veränderst, wirkst Du an der eingeschlagenen Bewegungsrichtung zum sechsten Artensterben aktiv mit.

Aber Nichtstun gibt auch keinen Impuls zur Neuausrichtung unserer Bewegungsrichtung als Menschheit.

 

Ebenfalls hoffnungsgebend:

Falls wir als Menschheit nicht intelligent genug sind, uns in die bestehende Kritische Zone einzufügen, werden wir " DAS LEBEN DER ERDE " nicht zerstören können, weil die kritische Zone reagiert, sich neue andere Gleichgewichtszustände schafft und dann ohne uns ein Neuversuch ins ewige Leben startet. 

 

Mehr ist es nicht . - Du entscheidest !


Die Kritische Zone der Erde

hierzu aus dem Tao-Te-King :

 

Ein Wesen gibt es chaotischer Art,

Das noch vor Himmel und Erde ward,

So tonlos, so raumlos.

Unverändert nur auf sich gestellt,

Ungefährdet wandelt es im Kreise

Du kannst es ansehen als Mutter der Welt.

 

Das Erdreich hat einen Anbeginn:

Es sei des Erdreichs Mutter genannt.

Wer einmal seine Mutter fand,

Hat sich als ihren Sohn erkannt.

Wer einmal sich als Sohn erkannt ,

wird treuer noch die Mutter wahren.

 

Ich kenne seinen Namen nicht.

Ich sage Weg, damit es ein Beiwort erhält.

Und wenn ichs mit Mühe benennen soll,

Sag ich : Das Große.

 

Großsein heißt : sich verlieren;

Sich Verlieren heißt : sich entfernen;

Sich Entfernen heißt : im Gegensinn gehen.

 

Wahrlich : Groß ist der Weg, groß der Himmel,

Groß die Erde , groß die Menschen !

Vier Große gibt es in den Grenzen des Alls.

Der Mensch ist einer von Ihnen.

 

Der Mensch nimmt zum Gesetz die Erde;

Die Erde nimmt zum Gesetz den Himmel;

Der Himmel nimmt zun Gesetz den Weg;

Der Weg nimmt zum Gesetz das eigene Weben.

 

Ich glaube, besser kann man die Kritische Zone der Erde nicht beschreiben.

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